GLADIUS

Pavillon



Zur Rückseite der Einladungskarte.

Die Antikensammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hatte am Samstag, den 23. Januar 1999 zu einem Spielenachmittag in der Gipsabguss-Galerie eingeladen. Diese für ein Universitätsmuseum zunächst ungewöhnlich erscheinende Veranstaltung war der Versuch, mit einem uralten, aber hartnäckigen Vorurteil aufzuräumen: Antike Geschichte ist eigentlich ein staubtrockener Stoff - das jedenfalls ist Vielen oft noch einziges aus dem Schulunterricht verhaften geblieben.


Trotz der geringen Größe von nur 2,5 cm (1 Zoll) archäologisch -fast - bis zur letzten Panzerniete korrekt ausstaffiert:
Feldzeichenträger der römischen Armee.

Zwischen den Abgüssen antiker Statuen und somit im Wortsinne unter den Augen der damals beteiligten römischen Kaiser wurden die Ereignisse des Jahres 69 n. Chr. auf spannende und spielerische Art und Weise wieder zum Leben erweckt; dieses denkwürdige Jahr ist unter dem Namen "Vierkaiserjahr" in die Geschichtsbücher eingegangen. Wie aber paßt das riesige Römische Imperium überhaupt in die 400 qm Ausstellungsfläche der Antikensammlung? In Zusammenarbeit mit dem "Circus Maximus" in Nürnberg waren in der Skulpturenhalle drei große Spieltische aufgestellt - der größte davon maß fast 3 Meter - auf denen sich hunderte winziger Zinnfiguren tummelten.


In Zusammenarbeit mit dem "Circus Maximus" in Nürnberg sollen auf einem riesigen Tableau von fast 3 Metern Spannweite in den Räumen der Gipsabguss-Galerie die Ereignisse des Jahres 69 n. Chr. - in einer fiktiven Schlacht - nachvollzogen werden; dieses denkwürdige Jahr ist unter dem Namen "Vierkaiserjahr" in die Geschichtsbücher eingegangen.


Die Besucher hatten die Möglichkeit, in die Stiefel eines der Kaiser oder eines Legionskommandanten zu steigen und ihr strategisches Geschick selbst zu erproben. Glück spielte dabei zwar auch - aber längst nicht die entscheidende Rolle. Am eigenen Leib war zu erfahren, daß ein Aufstieg in der Karriereleiter - bis zum römischen Kaiser eben - gar nicht so einfach ist. Intrigen, der Neid der Provinzgouverneure, eine aufgeblasene Verwaltung und chronischer Geldmangel machten einem offenbar schon in der Antike das Leben schwer. Die Karten wurden neu gemischt und die Würfel waren längst nicht gefallen.


Auf weiteren Spielfeldern standen Figuren aus anderen Epochen zum Einsatz bereit: griechische Hopliten des 5. Jhs. v. Chr. und Mykener.


Dieser freundliche Centurio zeigt Ihnen die Ereignisse des Tages.

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Martin Boss
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aktualisiert am 13. März 2008 um 15.00 Uhr