- Die Gipsabguss-Galerie -

Der Friede nährt den Reichtum

Virtuelles Museum



(I 114, im Hintergrund I 221)

"Der Friede nährt den Reichtum"
So etwa könnte die Aussage umschrieben werden, die der Bildhauer Kephisodot in seiner Statuengruppe der Eirene mit dem Ploutosknaben ausgedrückt hat. Eirene heißt übersetzt "der Friede", Ploutos meint "Reichtum und Fülle".
Derlei nennt man heute "Allegorie".
Der Begriff war aber noch gar nicht erfunden,als das Bildwerk geschaffen wurde, denn als Allegorie - wörtlich: Anderes mit Anderem sagen - bezeichneten erst rund 150 Jahre später antike Wissenschaftler Textstellen in der altehrwürdigen Ilias, die sie nicht verstanden. Es musste dort also etwas anderes gemeint sein als das, was im Wortlaut geschrieben stand, denn Homer hatte ja immer recht.
Dagegen haben die Griechen der Antike abstrakte Begriffe wie Friede oder Gerechtigkeit oft als Personen dargestellt. Das war für jeden klar verständlich.
Das Bildwerk ist deshalb eigentlich auch keine Allegorie.


( I 114 )


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Martin Boss
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aktualisiert am 3. April 2008 um 17.00 Uhr