- Die Gipsabguss-Galerie -

Das erste Aktmodell

Virtuelles Museum



(I 115, im Hintergrund I 114)

Phryne war eine sagenhaft schöne Frau, Kurtisane der gehobenen Gesellschaft in Athen und Gefährtin des Bildhauers Praxiteles. Trotzdem beschwor dessen Einfall, die Liebesgöttin Aphrodite völlig nackt zu darzustellen, einen Skandal herauf; vor allem weil Phryne Modell gestanden habe. Der Unerhört, denn zum erstenmal diente der Körper eines Menschen als Vorbild für eine Götterstatue.


(I 75)

"Werden wir wohl anerkennen, Hippias, dass das schönste Mädchen im Vergleich zum Geschlecht der Götter hässlich ist?"
Platon, Dialoge des Sokrates:
der größere Hippias


(I 75)

Der Vorgang sollte noch ein Nachspiel haben: das Heiligtum in Knidos kaufte schließlich die Statue, die bald so berühmt war, dass eine antike Vorform des Tourismus entstand. Phryne wurde angeklagt, am Fest für Poseidon nackt im Meer gebadet zu haben und wurde wieder freigesprochen - derartige Schönheit zu sehen, sei auch für den Gott ein Geschenk.
Die Statue selbst ist der Urahn einer langen Reihe von Liebesgöttinnen und anderen nackten Schönen in allen bildenden Künsten bis heute.


(I 115)


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Martin Boss
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aktualisiert am 3. April 2008 um 17.00 Uhr