- Die Gipsabguss-Galerie -

Pathos und Sympathie

Virtuelles Museum



(I 105)

Götter sind in ihrer Sphäre glückselig. Dieser Meinung war jedenfalls der Philosoph Epikur. Deshalb gäbe es für sie auch keinen Grund sich überhaupt mit dem Schicksal der Menschen zu befassen. Tatsächlich zeigen die Statuen keinerlei Gefühlsregung - zumindest diejenigen, die vor den Werken des Bildhauers Skopas geschaffen wurden. Mit zusammengekniffenen Augenbrauen zeigen seine Figuren die Empfindung von Schmerz. Dieses Leiden ist eigentlich mit dem griechischen Wort Pathos gemeint - und nicht hohler Theaterdonner.
Sympathie ist wörtlich das Mitleiden mit dem Anderen; "jemanden sympathisch finden" ist dem gegenüber heute weit unverbindlicher.


(I 132)

Zu Erleiden hatten die Gestalten des griechischen Mythos so mancherlei: "vom Gott ergriffen sein" konnte auch "wahnsinnig werden" bedeuten. In wilder Ekstase, im Wortsinn "außer sich" wirbeln die Mänaden - übersetzt: die Rasenden - im Tanz.
Das Abbild einer solchen Teilnehmerin am Umzug des Weingottes Dionysos galt in der Antike als das berühmteste Werk des Skopas.


(I 657)


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Martin Boss
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aktualisiert am 3. April 2008 um 17.15 Uhr