- Die Gipsabguss-Galerie -

"Opera Nobilia"

Virtuelles Museum



(I 690)

"Du Narr, hältst du etwa den Pheidias für einen schlechten Künstler?"
Platon, Dialoge des Sokrates: der größere Hippias

Das antike Griechenland ist die älteste Hochkultur überhaupt, in der Handwerker, Bildhauer, aber auch Maler und sogar Töpfer, ihre Werke signieren. Das Nennen des eigenen Namens zeugt von einem neuen Selbstbewusstsein - und vom Wert, die der eigenen Schöpfung beigemessen wurde. Kunstfertigkeit trug nicht nur zum Ansehen des Gemeinwesens bei, ein gelungenes Werk, ganz gleich ob ein Topf, ein Bild oder eben ein Standbild, wurde als Leistung dieses Einzelnen auch allgemein gewürdigt. Kunst war im antiken Griechenland ein Thema, über das sich zu reden lohnte; antike Textstellen spiegeln Gespräche, wie sie zumindest auf dem Markplatz in Athen geführt worden sind.


(I 135)

Schon in antiken Lexika werden zudem die wichtigsten Bildhauer nach dem Zeitalter ihres Wirkens aufgezählt; der Maßstab zur Bewertung ihres Schaffens ist dabei zunächst, wie sehr es jedem gelungen sei, der Natur gleichzukommen, dann sogar, "sie zu übertreffen".


(I 708)

Die Liste der Namen ist stattlich:

neben Daidalos,
dem mythischen Urvater aller Bildhauer

Antenor,
noch in der archaischen Zeit,

dann Myron,
dessen Figuren bisweilen noch etwas steif wirkten
und Phidias,
der als erster mit der Natur gleichgezogen habe.

Danach Polyklet,
als erster besser als die Natur selbst,

und schließlich Lysipp, Praxiteles und Skopas,
alle drei Künstler des 4. Jahrhunderts.
Kurz danach gebe es keine Kunst mehr.


(I 708)


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Martin Boss
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aktualisiert am 3. April 2008 um 16.15 Uhr