Photoarchiv

- Photographen und Photo-Ateliers -
1860-1914

GebrauchsanleitungNaiskos



Giorgio Sommer

1834 - 1914

Der aus Frankfurt a. M. stammende Sommer absolvierte eine kaufmännische Lehre, ehe er zur Photographie wechselte. Nach einigen Jahren photographischer Tätigkeit ließ er sich im Jahre 1856/57 in Italien nieder. Zunächst arbeitete Sommer in Rom, später in Neapel.

In Rom arbeitete er gemeinsam mit Edmondo Behles im Photoatelier in der Via Mario dei Fiori 28. Für ihre photographischen Arbeiten im Albuminverfahren erhielten Sommer und Behles auf Ausstellungen im In- und Ausland zahlreiche Auszeichnungen. Nach der Übersiedlung Sommers nach Neapel im Jahre 1857/58 führte Behles das Atelier selbständig weiter.

Im Mittelpunkt der römischen Arbeiten standen Veduten sowie Photographien antiker Skulpturen in den Vatikanischen Museen, für die bevorzugt Stereo- und Carte-de-Visite-Format verwendet wurden.

In Neapel gründete Sommer vier Photoateliers: zunächst in der Strada di Chiaia 168, dann in der Via Monte di Dio 4 und 8 sowie zuletzt an der Piazza della Vittoria. In dieser Zeit spezialisierte er sich auf Ansichten der Stadt Neapel und der Küstengegend sowie auf Genreszenen. Während mehrerer Italienrundreisen dokumentierte Giorgio Sommer die Kunstschätze des Landes und fertigte nebenbei Kunstgegenstände und Souvenirs. In den Jahren zwischen 1859 und 1900 fertigte er auch Auftragsarbeiten für Buchillustrationen an, blieb jedoch weiterhin als freier Unternehmer tätig und publizierte eigene Alben und Werbepostkarten. Er befasste sich jedoch nicht ausschließlich mit der Herstellung der Photographien, sondern besorgte auch als einer der ersten Photographen Druck, Verlag, Verkauf und Versand der Bilder. Unter anderem publizierte Sommer das einhundert Ansichten umfassende Album "Dintorni di Napoli" und dokumentierte im Jahre 1872 den Ausbruch des Vesuv am 28. April in mehreren Photographien.

Um das Jahr 1875 dehnte sich seine photographische Tätigkeit auch auf Mittel- und Oberitalien aus. In diese Jahre datiert auch die Herausgabe einiger Alben mit Stadtlandschaften.


Gebräuchliche Formate der Abzüge (soweit bislang aus der Photosammlung bekannt):

Carte-de-visite, Stereo, zumeist 18:24 cm; Material der Abzüge: Albumin und Barythpapier


Bilder Literatur



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Martin Boss
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aktualisiert am 27. August 2008 um 21:05 Uhr