"Nur Gips?"

Pavillon

Seit dem Bestehen der Sammlung ab 1848 war die für die damalige Zeit umfangreiche Sammlung von Gipsabgüssen nach Werken der Klassischen Antike, aber auch berühmter Werke der Renaissance, ein fester Bestandteil dieses Museums und beanspruchte sogar den weitaus größten Teil des zur Verfügung stehenden Platzes. Ab 1876 im heutigen Museumsgebäude untergebracht, waren die Abgüsse während der letzten rund zwanzig Jahre magaziniert und somit nicht zugänglich.


Blick von der Mitte des Raumes ins linke Seitenschiff; im Vordergrund die Statue des - fälschlich - sogenannten "Antinous vom Belvedere", des Apoxyomenos und des "Apoll vom Belvedere", alle im Original im traditionreichsten Teil der vatikanischen Museeen in Rom.

Warum Nachbildungen und keine Originale?


Blick ins linke Seitenschiff; rechts Bauplastik des 5. Jahrhunderts v. Chr.: vom Tempel der Athena Aphaia auf Ägina, vom Zeustempel in Olympia und vom Parthenon in Athen; Originale heute in München, Olympia und London.

Wieso antike Statuen nachgießen?


Blick ins gegenüberliegende rechte Seitenschiff: vornehmlich Plastik des vierten Jahrhunderts v. Chr. und des Hellenismus. Im Vordergrund der "Torso im Belvedere", Original in den Vatikanischen Museen in Rom.

Weshalb Gips ?


Eine Zusammenstellung von Aphroditestatuen im rechten Seitenschiff: hinten eine römische Kopie der "knidischen Aphrodite" von der Hand des Praxiteles, links davor die "Venus von Milo" und rechts die "Venus mit dem Apfel" von Bertel Thorvaldsen aus dem 19. Jahrhundert. Originale heute in den Vatikanischen Museen in Rom, im Louvre in Paris und (unter anderem) in Wildbad im Schwarzwald.

Wozu heute noch eine Abguss-Sammlung ?


Näher betrachtet: das erstaunliche Musemsgebäude von 1876


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Martin Boss
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aktualisiert am 17. März 2008 um 16:00 Uhr