- Kleine Bauanleitung für Vitrinen -

Virtuelles Museum


Für die Antikensammlung mussten zur Neuaufstellung 1994 neuartige Vitrinen entwickelt werden. Zur Umsetzung des Ausstellungskonzeptes waren "maßgeschneiderte" Sonderanfertigungen unerlässlich. Die Vitrinen sollten:
1. - ausreichend Platz für Beschriftungen und Erläuterungen bieten,
2. - sowohl als Ganzes wie in ihren einzelnen Teilen leicht umzubauen sein
3. - und die Objekte in möglichst natürlich etscheinendem Farbumfeld zeigen.
Die gesamten Planungs und Konstruktionsarbeiten wurden in der Antikensammlung selbst durchgeführt; die Vitrinen entstanden sozusagen im "Eigenbau". Örtliche Handwerkbetriebe lieferten den "Rohbau" und die einzelnen Teile. Als angehmer Nebeneffekt wurden damit auch die Kosten pro Vitrine erheblich - weit unter das normalerweise Übliche - gesenkt.



Ausgangspunkt für die gesamte Konstruktion war eine mittlere Stellwand, die den Platz für die Texttafeln bereitstellt sowie Halterungen für die Führungsblätter trägt. Grundidee war zunächst, dass diese mittlere Wand die Vitrine in zwei ungleiche Hälften teilt:
auf der einen größeren Seite die "Massenware", auf der anderen das herauszuhebende Einzelstück.



Daraus entstanden dann zwei weitere Varianten: eine Vitrine mit rotationssymmetrischem Grundriss, deren beide Hälften durch die mittlere Wand voneinander abgeschirmt sind und eine andere mit spiegelsymmetrischem Grundriss, deren Hälften durch ein Fenster in der Mittelwand verbunden sind.
Die erste Variante dient dazu um Objekte auszustellen, die in der Antike - höchstwahrscheinlich jedenfalls - nicht zusammen zu sehen waren, aber trotzdem im selben Kontext standen: zum Beispiel Geschirr für Votivgaben am Grab und Beigaben aus dem Grabinneren.
Die zweite Variante soll zum direkten Vergleich durch die Fensteröffnung hinweg ermuntern: auf der einen Seite korinthische Keramik, auf der anderen deren etruskische Nachahmungen. Oder: auf der einen Seite eine attisch schwarzfigurige Halsamphora, auf der anderen eine Rotfigurige.




Der nächste Schritt.


Wissenwertes Virtuelles Museum Photosammlung English Version
Post
Martin Boss
Schreiben Sie uns doch einfach einmal, wie Ihnen dieses virtuelle Museum gefällt oder was wir noch verbessern sollten.

archaeology home Klassische Archäologie | Philosophische Fakultäten Philfak home
aktualisiert am 8. April 2008 um 15.15 Uhr